Am 1. November jeden Jahres feiern wir das Hochfest Allerheiligen, einen kirchlichen Feiertag, der in der katholischen Kirche allen Heiligen gewidmet ist. Seit Papst Gregor IV. dieses Hochfest im Jahr 835 für die gesamte Westkirche auf diesen Tag festlegte, gedenken die Christen sowohl der bekannten als auch unbekannten Heiligen im Himmel.
Am Nachmittag fand im Stadtfriedhof in Weiden die Gräbersegnung statt. Unser Stadtpfarrer Gottfried Schubach und unser Pfarrvikar Jomet Joy feierten gemeinsam mit weiteren Geistlichen unserer Stadt Weiden die Andacht beim großen Kreuz auf dem Gottesacker. Die Ministranten der verschiedenen Stadtpfarreien begleiteten die Zeremonie. Der Kirchenchor von St. Josef sowie die Bläsergruppe umrahmten musikalisch das Totengedenken.

Der darauffolgende Tag, Allerseelen, ist ein gesonderter Gedenktag für alle verstorbenen Gläubigen, der auf den heiligen Abt Odilo von Cluny zurückgeht. Im Jahr 998 ordnete er an, am Tag nach Allerheiligen für die Seelen der Verstorbenen zu beten.
Beim ersten Requiem um 8:00 Uhr in Herz Jesu predigte unser Stadtpfarrer über die Bedeutung dieses Gedenktags und erinnerte uns daran, wie wichtig es ist, für unsere Verstorbenen zu beten.
Anschließend lud unser Pfarrgemeinderat zum Kirchencafé ins Pfarrheim ein. Neben Kaffee und Kuchen gab es die traditionellen Allerheiligenspitzel zu genießen.
Um 11:00 Uhr wurde in unserer Stadtpfarrkirche das zweite Requiem gefeiert, in dem namentlich der 80 Verstorbenen des letzten Jahres gedacht wurde. Dazu läutete die Sterbeglocke und am Altar brannte für jeden Verstorbenen eine Kerze, die dann von den Angehörigen mit nach Hause genommen werden durfte. Monsignore Andreas Uschold erinnerte in seiner Homilie an das tägliche Angelusläuten, bei dem am Abend zudem die Sterbeglocke zum Gebet für unsere Verstorbenen einlädt.

Text | Manuel Häffner
Fotos | Manuel Häffner