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Kirchengeschichte

Kirchengeschichte

Priester seit Gründung der Pfarrei


Franz Xaver Schweiger
1922 bis 1934

Dr. Karl Käß
1934 bis 1955

Dr. Georg Götz
1955 bis 1959

Johann Baptist Rösch
1959 bis 1973

Hermann Eichinger
1973 bis 1999

Gerhard Pausch
seit September 1999

Für die bis dahin einzige katholische Pfarrei St. Josef entstand nach dem bedeutenden Anwachsen der Stadt Weiden die Notwendigkeit einer zweiten Seelsorgestelle. Ein dafür gegründeter Kirchenbauverein legte am 24.02.1921 den Grundstein für eine aus den Resten einer alten Flugzeughalle errichteten Notkirche und weihte diese bereits am 16.10.1921 auf dem Gelände des heutigen Pfarrgartens ein. Gleichzeitig wurde auch das Pfarrhaus erbaut.

Parallel dazu wurde die Errichtung einer eigenen, zweiten katholischen Pfarrei rund um das „Lerchenfeld“ angestrebt: Die Katholische Pfarrei Herz Jesu Weiden wurde am 07.02.1922 durch das Staatsministerium für Unterricht und Kultus genehmigt, der Stiftungsbrief der Kirchenverwaltung St. Josef am 23.05.1922 abgefasst, am 01.07.1922 durch das Bischöfliche Ordinariat Regensburg bestätigt und am 05.08.1922 von der Regierung der Oberpfalz staatsaufsichtlich genehmigt. Die neue Pfarrei zählte 4300 Gläubige.
Kapläne
Johann Baptist Putz 18.11.1922 - 01.02.1923        Josef Schultes 01.08.1923 - 16.03.1924
Johann B. Augustin 16.03.1924 - 01.08.1929         Ludwig Fichtl 01.08.1929 - 01.11.1934
Pater Alexius Nöth 01.02.1934 - 16.03.1934          Josef Keck 01.11.1934 - 15.11.1939
Theo Reintges 16.05.1936 - 01.01.1937                Dr. Johann Maier 01.01.1937 - 01.04.1938
Josef Fersch 01.04.1938 - 01.01.1939                   Johann Götz 01.01.1939 - 01.04.1949
Anton Maier 16.11.1939 - 06.10.1943                    Pater Josef Pachler 06.10.1943 - 15.09.1944
Pater Ewald Neidig 15.09.1944 - 01.09.1945         Josef Schlegl 01.09.1945 - 10.02.1954
Anton Breu 01.04.1949 - 30.09.1953                     Nikolaus Paulus 01.02.1954 - 01.09.1954
Johann Bäuml 01.06.1954 - 01.09.1957                Johann Kraus 01.09.1954 - 30.09.1960
Walter Siegert 12.10.1957 - 01.12.1958                Josef Fenzl 16.12.1958 - 01.10.1960
Richard Bartmann 28.09.1960 - 15.08.1965           Max Schultes 01.10.1960 - 18.10.1962
Dr. Albert Rauch 16.10.1962 - 01.09.1965             Georg Zinnbauer 16.08.1965 - 30.06.1972
Richard Busch 01.09.1965 - 01.11.1976                Peter Hubbauer 01.09.1972 - 30.04.1977
Siegfried Wölfel 01.05.1977 - 31.08.1978              Rudolf Liebl 13.07.1978 - 31.08.1982
Konrad Schießl 01.09.1982 - 30.11.1983               Hans Schottenhammel 15.02.1984 - 10.09.1985
Clemens Voß 01.09.1985 - 01.09.1988                  Herbert Gerstl 01.09.1988 - 01.05.1990
Hans Klier 01.09.1990 - 31.08.1992                       Richard Meier 01.09.1992 - 01.09.1995
Stefan Langer 01.09.1995 - 31.08.2002                 Christian Rakete 01.09.2002 - 31.08.2006
Christian Süß 01.09.2006 - 31.08.2009                  Pfarrvikar Andreas Reber seit 01.09.2009 

 

Erster Stadtpfarrer in Herz Jesu war H. H. Franz Xaver Schweiger, der alsbald aus Sorge um die Kinder und die Jugend den Caritasverein Herz Jesu Weiden e.V. gründete. Der Plan zur Errichtung eines Caritasheims wurde im Oktober 1929 aufgegriffen, und schon am 30.12.1931 konnte dasselbe eingeweiht werden. Die "Armen Schulschwestern" übernahmen die Leitung des Hauses, welches auch heute noch nach erfolgter Generalsanierung (2003) als Kindergarten Herz Jesu genutzt wird.

Die Gemeinde wuchs und die Notkirche wurde zu klein. Somit wurde die Erbauung einer neuen großen Pfarrkirche angegangen. Professor Orlando Kurz, München, wurde mit der Planung beauftragt. Die Grundsteinlegung erfolgte am 02.07.1932. Als Professor Kurz bald darauf verstarb, übernahm Professor Fritz Becker aus Düsseldorf die weitere Ausführung. Auch Stadtpfarrer Franz Xaver Schweiger verstarb noch vor Vollendung seines Bauwerks und wurde in deren Unterkirche bestattet. 

 

 

Dr. Karl Käß, sein Nachfolger übernahm die Innenausstattung der Kirche. Schließlich konnte am 03.06.1934 der Diözesanbischof Dr. Michael Buchberger aus Regensburg die Weihe der neuen Herz-Jesu-Kirche vornehmen.

Renovierungen standen 1957 und 1969 innen, und 1970/71 außen an, weitere Sanierungen erfolgten mehrfach. Zu Wohnzwecken für das kirchliche Personal konnten im Laufe der Jahre ( 1935 – 75 ) einige Häuser in der Lerchenfeldstrasse und der Ermersrichterstrasse hinzugewonnen werden.

Aufgrund des raschen Anstiegs der Einwohnerzahl wurde erneut eine zusätzliche Pfarrstelle im Süden nötig. 1949 wurde auf dem Fichtenbühl in einer Baracke eine Notkirche eingerichtet, 1953 in dem vom Verlag „Der Neue Tag“ erworbenen Gebäude die neue Pfarrkirche „St. Johannes“ errichtet und am 18.10.1953 eingeweiht. Damit war der südwestliche Teil von Herz Jesu abgetrennt.

 

 

 

Am 01.02.1955 übernahm H. H. Dr. Georg Götz die Pfarrei. Er erwarb gegenüber der Ostmarkkaserne eine Barackenkapelle, in welcher für die amerikanischen Truppen Gottesdienste gefeiert worden waren, und nutzte sie als "Dreifaltig-keitskapelle" vor allem für die Militärseelsorge beider Konfessionen. Wegen Baufälligkeit wurde sie 1972 abgerissen.

 

 

Der Nachfolger, Stadtpfarrer Johann Rösch, nahm den Bau einer modernen Pfarrbücherei in Angriff und diese im Februar 1962 auch in Betrieb(existiert heute nicht mehr). Des Weiteren wurde mit dem Bau eines Pfarrheims nach den Plänen des Architekten Heinz Meckler aus Weiden ein lang gehegter Wunsch der Pfarrangehörigen in die Tat umgesetzt. Am 25.06.1966 konnte auch dieses Gebäude geweiht und seiner Bestimmung übergeben werden.

 

 

Mit dem 01.09.1973 wurde Pfarrer Hermann Eichinger aus Selb zum Pfarrer in Herz Jesu bestellt. Umfangreiche Sanierungen aller Gebäude, die Erweiterung des Außengeländes des Kindergartens Herz Jesu, der Neubau einer Orgelanlage, und die Errichtung eines zweiten Kindergartens "Lorenz-Werthmann" auf dem Gelände der ehemaligen Dreifaltigkeitskapelle wurden in dessen Amtszeit bewältigt.

 

 

Seit 01.09.1999 leitet nunmehr Stadtpfarrer Gerhard Pausch, zuvor in Altenstadt WN, die Pfarrei Herz Jesu. In seine Verantwortung fielen bisher die Aufteilung und Umgestaltung des ehemals großen Pfarrgartens in einen parkähnlichen Vorplatz, die Generalsanierung des Kindergartens Herz Jesu im Caritasheim, der Erweiterungsbau im Kindergarten Lorenz Werthmann und die große Innensannierung der Pfarrkirche in den Jahren 2010/2011 und 2015 eine  große Außensanierung des Kirchengebäudes.
Seit September 2007 bilden die Pfarreien Herz Jesu und St. Johannes eine Seelsorgeeinheit, die Stadtpfarrer Gerhard Pausch betreut. Derzeit 2018  wird eine neues Pfarr- und Jugendheim errichtet.

Foto: Alois Schröpf
Foto: Alois Schröpf

Der Kirchenraum

Das Kirchengebäude ist 55,5 m lang, 23,5 m breit und 12,6 m hoch.

Äußeres

Aus städtebaulichen Gründen steht die Kirche von Norden nach Süden. Die zwei Türme sind 22m hoch und jeweils noch mit einem 4m hohen Turmkreuz gekrönt. Im Westturm befinden sich sechs Glocken (Beschreibung unter Kirchenmusik)

Inneres

Das Kirchenschiff ist in ein Haupt- und zwei Seitenschiffen aufgeteilt. Die Seitenschiffe werden von je sechs 10m hohen Pfeilern aus gelbem Juramarmor vom Hauptschiff abgetrennt.

Foto: Beate Böhm
Foto: Beate Böhm
Foto: Beate Böhm
 

Der Chorraum ist erhöht und 8m breit und 10m tief. Im Mosaikbild von Prof. Josef Eberz, gestiftet von Herrn Kommerzienrat Josef Witt, ist der gekreuzigte Christus als König und Hoherpriester mit Maria und Johannes dargestellt. Das Mosaikbild besteht aus 4 Millionen Steinchen.

Der Hochaltar ist aus Trienter Marmor, ebenso der Volksaltar, der 1972 im Zuge der Liturgiereform aufgestellt wurde. 

 

 

Fotos: Alois Schröpf

Der Tabernakel

Der sehr wertvolle und symbolträchtige Tabernakel wurde im Jahre 2008 mit Spendengeldern des Frauenbundes Herz-Jesu aufwändig restauriert.

Die Kanzel

Das Steinrelief schuf der Künstler Mauritius Pfeiffer der auch den Bronzekreuzweg fertigte. An der Kanzel sind die Symbole der 4 Evangelisten zu sehen: Engel - Matthäus, Löwe -Markus, Stier - Lukas, Adler - Johannes

Auf der Abdeckung über der Kanzel steht: "Tröstet mein Volk".

Seitenaltäre

Am rechten Seitenaltar ist Josef mit dem Jesusknaben dargestellt.

Am linken Seitenaltar ist die Verkündigungsszene dargestellt.

Seitlich am Durchgang zur Unterkirche befindet sich seit 1951 der Gefallenen-Gedächtnis-Altar. Seit 2007 ist hier auch ein Totengedenkbuch aufgelegt in dem der Verstorbenen der Pfarrei gedacht wird.

 

 

Glasfenster

Die sieben Glasfenster auf der linken Seite, vom Eingang aus gesehen, stellen die 7 Sakramente dar:

Fotos: Beate Böhm

Der Hl. Franz Xaver tauft eine Inderin

Fotos: Beate Böhm

Der Hl. Bonifatius firmt einen Germanen

Fotos: Beate Böhm

Der Hl. Albertus Magnus verehrt das heiligste Altarsakrament

Fotos: Beate Böhm

Der Hl. Johannes Nepomuk, der Märtyrer des Beichtgeheimnisses, nimmt die Beichte ab

 

 

Fotos: Beate Böhm

Bischof Wittmann von Regensburg erteilt dem Krieger im Feld die Hl. Krankensalbung

 

 

Fotos: Beate Böhm

Der Hl. Wolfgang weiht einen jungen Mann zum Priester

 

 

Fotos: Beate Böhm

Das Hl. Kaiserpaar Heinrich II. und Kunigunde schließen ihren heiligen Ehebund

 

Fotos: Beate Böhm

Die Glasfenster der rechten Seite stellen die sieben Werke der Barmherzigkeit dar:

Hungrige speisen - Hl. Elisabeth

 

 

Fotos: Beate Böhm

Durstige tränken - Hl. Bruder Konrad

 

 

Fotos: Beate Böhm

Nackte bekleiden - Hl. Martin

 

 

Fotos: Beate Böhm

Fremde beherbergen - Hl. Johannes Don Bosco

 

 

Fotos: Beate Böhm

Gefangene erlösen - Hl. Ludwig

 

 

Fotos: Beate Böhm

Kranke besuchen - Hl. Vinzenz von Paul

 

 

Fotos: Beate Böhm

Tote begraben - Hl. Lucina

 

 

Foto: Ingo Kraus
Foto: Beate Böhm

Rundfenster der Orgelempore:

"Christus mit seinem geöffneten Herzen "

 

Foto: Beate Böhm

Taufkapelle:

Taufe des Herrn durch Johannes den Täufer "Dies ist mein geliebter Sohn an dem ich mein Wohlgefallen habe"

Fotos: Beate Böhm

Die Unterkirche:

Am Ende des linken Seitenschiffes befindet sich die Unterkirche. Hier ist Pfarrer Schweiger, der Erbauer der Herz-Jesu-Kirche, begraben.

Sehr bedeutend ist das Muttergottes-Relief des Weidner Künstlers Wilhelm Vierling. Im Mittelteil ist Maria als Schmerzensmutter abgebildet, die um ihren toten Sohn trauert. Die Seitenflügel stellen Szenen aus dem Leben Marias dar:

Flucht nach Ägypten(oben links)
Geburt Christi (unten links)
Darstellung im Tempel mit dem greisen Simeon und Hanna (unten rechts)
Krönung Mariens im Himmel (oben rechts)

 

 

Fotos: Beate Böhm