Herz Jesu Weiden

 

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Ökumene

Die Geschichte von Kreuz Christi

Der Stadtteil Stockenhut in der Nähe der Bundeswehrkaserne entstand in den 50er Jahren.V.a. Heimatvertriebene aus Schlesien, Ost- und Westpreußen und dem Sudetenland fanden hier ein neue Heimat. Für viele Bundeswehr-angehörige entstanden Dienstwohnungen.

In der evangelischen Kirchengemeinde St. Michael entwickelte man Gedanken für ein Gemeindezentrum mit Kindergarten in diesem rasch wachsenden Stadtteil Weidens. Die katholische Kirche Herz-Jesu war damals im Besitz einer kleinen Kapelle in der Frauenrichter Straße gegenüber der Kaserne. Dort konnte die evangelische Gemeinde dankenswerter Weise den sonntäglichen Gottesdienst feiern. Es entwickelte sich die für unseren Sprengel wichtige gute ökumenische Zusammenarbeit.

Durch finanzielle Unterstützung mit Mitteln des Bundes und der Bundeswehr konnte der Bau des Gemeindezentrums beginnen, denn es sollte zugleich als Garnisonskirche genutzt werden.

Im August 1969 konnten die großen Einweihungsfeierlichkeiten von Kreuz Christi mit Oberkirchenrat Bürckstümmer, Dekan Probst und Stadtpfarrer Eichinger von der katholischen Nachbargemeinde Herz Jesu stattfinden. Das Gemeindezentrum bekam den Namen Kreuz Christi auf Wunsch von Stadtpfarrer Eichinger! So ist in der Namengebung von Kreuz Christi und Herz Jesu deutlich, dass hier evangelische und katholische Christen in enger Verbundenheit zusammenleben. Der Festzug am Tag der Einweihung des Gemeindezentrums Kreuz Christi nahm dann auch seinen Anfang in der Kapelle in der Frauenrichter Straße in unser neues Gotteshaus und Gemeindezentrum im Stockerhutweg 37.

Gelebte Ökumene heute

Was vor über 30 Jahren an ökumenischer Zusammenarbeit seinen Anfang nahm, wurde beständig ausgebaut. Viele Herausforderungen des täglichen Lebens und Zusammenlebens in unseren Stadtteilen beschäftigen katholische und evangelische Christen. Die frohe Botschaft Gottes, das Evangelium von der Liebe Gottes, die Jesus allen Menschen nahe gebracht hat, ist unser gemeinsamer Auftrag. Gottes Liebe grenzt nicht aus, Jesus hat sie v.a. auch den Menschen gebracht, die am Rand standen.

Diese Botschaft, all unser kirchliches Engagement und Gemeindeleben soll in der Nachfolge Jesu Christi allen Menschen offen stehen. Ein jeder Christ soll sich am Gemeindeleben beteiligen können und in den unterschiedlichsten Lebenslagen Beistand, Fürsprache und Seelsorge in der christlichen Gemeinschaft erhalten.

Wir wissen um die vielen Ehepaare, wo ein Ehepartner der anderen christlichen Konfession angehört. Gemeinsam sollen ihnen Möglichkeiten zur Beteiligung am Gemeindeleben offen stehen. Wir freuen uns über die Schritte aufeinander zu, die unsere Kirchenleitungen durch die Unterzeichnung der Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre in Augsburg am 31. Oktober 1999 eingeleitet haben. Wir sind uns der gemeinsamen Wurzeln hier in Weiden bewusst.

Gerne arbeiten wir zusammen und bemühen uns, ein reichhaltiges und einladendes Programm an Veranstaltungen in ökumenischer Perspektive zu gestalten.

Inzwischen gehört es selbstverständlich zum Leben unserer Gemeinde, dass

wir gemeinsam ökumenische Gottesdienste in der Kirche Herz Jesu und im Gemeindezentrum Kreuz Christi feiern: mit den beiden Schulen in unseren Stadtteilen Lerchenfeld und Stockenhut, im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Christen, zum Weltgebetstag der Frauen und eine ökumenische Maiandacht. Das Licht vom Osterfeuer bringen wir uns gegenseitig in unsere Ostergottesdienste und so sind die Osterkerzen in unseren Gotteshäusern nicht nur Symbol der Auferstehung, sondern Zeichen gelebter Ökumene.

wir uns regelmäßig über theologische Themen austauschen: Vorträge zur „Heiligenverehrung in ökumenischer Perspektive“ oder zur Bedeutung von Ordination und Priesterweihe fanden guten Anklang.

wir miteinander unterwegs sind und Zeit für Geselligkeit pflegen: nach ökumenischen Gottesdiensten, auf der gemeinsamen Feierabendradtour mit Abendandacht und Einkehr im Biergarten, bei der gemeinsamen Studienfahrt zum Jahr der Bibel nach Ellwangen.

sich Mitglieder unserer Gruppen und Kreise gegenseitig einladen und sich gegenseitig bereichern: so ist es für unseren Frauenkreis selbstverständlich, den Frauenkreis Herz Jesu im Jahresprogramm fest einzuplanen.

Wir hoffen, dass viele Gemeindeglieder der Einladung folgen, unser Gemeindeleben zu gestalten und dass dem Ökumene-Team die guten Gedanken und neue Ideen für gemeinsame Unternehmungen nicht ausgehen.
Gottes Segen begleite unsere beiden Gemeinden durch die Zeit, bis wir Gottes Frieden und Gemeinschaft schauen.

Pfarrer Christian Schäfer
                                                                                    

Von September 2006 - 2010 war Frau  Stefanie Endruweit neue Pfarrerin in „Kreuz Christi“.

Im Gemeindebrief war zu lesen:
Die gebürtige Coburgerin hat neben ihrem Studium in Bayern ein Praxisjahr in Brasilien verbracht. Dort arbeitete sie mit alten Menschen und Straßenkindern. Ein 2-monatiges Gemeindepraktikum in Sibirien rundete ihre Auslandserfahrung ab.
Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit im ökumenischen Bereich.

Maiandacht

Radtour nach Rupprechtsreuth 2008

wer glaubt ist nicht allein Meditation

Tagesplaene

Ökumene

Ökumene

Ökumene

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ökumene

Ökumene

ökumenische
Maiandacht 2007

Pfarrerin Endruweit

ökumenische
Maiandacht 2008

Oekumene

Tätigkeitsbericht des Sachausschusses Ökumene

Dem Sachausschuss „Ökumene“ gehören vom Evangelischen Pfarrsprengel Kreuz-Christi Frau Pfarrerin Endruweit (ab 2007), Pfarrer Göpfert (bis 2006), Frau Ahlers und Frau Heider, bzw. bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Kirchenvorstand im Laufe des Jahres 2007 auch Frau Stark an.

Der Sachausschuss Ökumene kann zwar nicht die theologischen Probleme, die immer noch zwischen den Konfessionen bestehen, lösen, aber er kann dazu beitragen, dass auf örtlicher Ebene persönliche Kontakte vertieft werden, dass das Wissen über die andere Konfession und das Verständnis dafür wachsen kann und die Gemeinsamkeiten verstärkt sichtbar gemacht werden.

Um dies zu erreichen, trifft sich der Sachausschuss „Ökumene“ zweimal jährlich, um aktuelle Fragen zu besprechen und die Termine der einzelnen Veranstaltungen abzustimmen.

Jeweils im Januar wird die Gebetswoche für die Einheit der Christen begangen, u. a. mit einem ökumenischen Gottesdienst, abwechselnd in den Kirchen Kreuz-Christi bzw. dem Seniorenzentrum St.  Michael und Herz-Jesu. Daran schließen sich  Gespräche im kleineren Kreise an, um Fragen zu erörtern oder das Thema zu vertiefen.

Der Weltgebetstag der Frauen wird alljährlich abwechselnd in beiden Kirchen abgehalten; ab 2010 soll auch die Pfarrkirche St. Johannes darin eingebunden werden.

Das abwechselnde Überbringen des Osterlichts nach Kreuz-Christi bzw. Herz-Jesu sowie die alljährliche Maiandacht und die Radtour nach Rupprechtsreuth mit anschließendem kurzem Gottesdienst haben bereits Tradition und sollen erhalten bleiben.

Am 13.10.07 fand eine Stadtführung durch Frau Vorsatz unter dem Thema „Auf den Spuren der Reformation in Weiden“ statt, die für die meisten Teilnehmer neue Erkenntnisse brachte.

Am 16.03.08 fuhren 25 Teilnehmer zu den Passionsspielen in Kemnath. Es war ein beeindruckendes Erlebnis, auch wenn das Passionsspiel unterschiedlich bewertet wurde.

Am 05.10.09 fand eine Fahrt nach Hainsacker zu einer Wanderung auf dem Franziskusweg statt. Bei verschiedenen Stationen, die von heimischen Künstlern gestaltet wurden,  wurde die Wanderung zu Meditationen unterbrochen. Es war eine Wanderung in schöner Landschaft mit interessanten Kunstwerken und beeindruckenden Meditationen.

Abschließend kann festgestellt werden, dass das gegenseitige Vertrauen auf örtlicher Ebene bereits ein sehr hohes Niveau erreicht hat und auch keine Ermüdungserscheinungen in der ökumenischen Arbeit erkennbar sind.
Sachausschuss Ökumene