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Neues aus dem Pfarrheim Herz-Jesu
Am Dienstag, 17.11. 2009 erfolgte die offizielle Einweihung der Räume im Pfarrheim Herz Jesu sowohl für Labora als auch für die Räume der Heilpädagogischen Tagesstätte.
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Ganzheitliche Behandlung der Kinder geplant
Heilpädagogische Tagesstätte im Pfarrheim Herz Jesu soll weiter wachsen- Vorbildliche Einrichtung geschaffenDerzeit werden in der Heilpädagogischen Tagesstätte (HPT) in der ehemaligen Hausmeisterwohnung im Pfarrheim Herz Jesu 5 Kinder betreut. Bis zum Jahresende werden es neun Kinder sein. „Das ist unser erklärtes Ziel“, betonte der zuständige Bereichsleiter Thomas Kurz gegenüber einer Delegation des SPD- Stadtverbandes.
Eingeladen hatte der SPD-Vorsitzende Lerchenfeld, Norbert Freundorfer. Die
HPT unter dem Schirm des Hauses St. Elisabeth in Windischeschenbach sei auf die ganzheitliche Behandlung der Kinder ausgerichet, so Kurz. „Eine vorbildliche Einrichtung für unseren Ortsteil“, sagte Freundorfer, der selbst Fachlehrer an einer Neustädter Förderschule und damit mit den Problemen befasst ist.„Wir betreuen die Kinder und ihre Eltern auch zu Hause“, erklärte Kurz den Genossen. Alle drei bis vier Wochen besuchen Mitarbeiterinnen die Familien,
um dort das weitere Vorgehen abzustecken. Damit das Aufgabenfeld abgedeckt werden könne, sei vor Ort ein multiprofessionelles Team aus 14 Mitarbeiterinnen in unterschiedlichsten Beschäftigungsverhältnissen zur Betreuung abgestellt.Bedarf wächst
Die Zuteilung der Kinder erfolge über das Jugendamt. Für die Schule sei dies
eine entscheidende Erleichterung, fand Fachlehrer Freundorfer. Im ambulanten Bereich nehme die Zahl verhaltensauffälliger Kinder gefühlsmäßig zu, gab Kurz zu verstehen. „Ich kann allerdings keinen Unterschied zwischen Stadt und Land feststellen.“ Wahrscheinlicher Grund für diese Entwicklung sei die zunehmende Armut in der Bevölkerung und der damit verbundene psychische Druck auf die Menschen, vor allem auch auf die Eltern. „Hyperaktivität ist aber trotzdem keine Mode-Erkrankung.“Foto und Bericht: Helmut Kunz Oktober 2009
v.l. Alois Schröpf, Otto Storbeck, Hannelore Haberzett, OB Kurt Seggewiß, Elisabeth Friedrich und Michael Eibl. Vorne die Kinder Johannes, Dominik und Celina.
Foto und Bericht: Helmut Kunz
Weiden. (uz) Zum Auftakt gab’s Spaghetti Bolognese. Die Zusammenarbeit zwischen der Heilpädagogischen Tagesstätte und der Integrationsfirma „Labora“, die für die Kinder das Catering besorgt, funktioniert im Pfarrheim Herz Jesu hervorragend. Davon konnten sich Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, der Direktor der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg, Michael Eibl, und der Leiter des Hauses des Guten Hirten, Otto Storbeck, überzeugen.
Storbeck zeichnet federführend für die Firma „Labora“ verantwortlich, die vor Ort aktuell fünf Mitarbeiter beschäftigt. Wie er betonte, führten die Beschäftigten von hier aus Dienstleistungen vom Hausmeister über Gartenpflege bis zum Kochen aus. Storbeck will die Firma langsam auf bis zu zwölf Mitarbeiter aufstocken. Gedacht sei an Arbeitskräfte, die auf dem normalen Arbeitsmarkt nur schwer vermittelbar seien.
Bei einer kurzen Führung am Dienstagabend durch das neue Zentrum machten sich die Gäste ein erstes Bild von der Gruppenarbeit vor Ort. „Die Kinder brauchen Orientierung“, unterstrich Hannelore Haberzett vom Haus St. Elisabeth in Windischeschenbach: Unter diesem Dach wird die Einrichtung geführt. Die Räumlichkeiten seien optimal. Besonders auch, weil die Kinder die große Turnhalle benutzen dürften. „Dort können sie herumtollen und sich bewegen.“
Fünf Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen kümmerten sich um insgesamt neun Kinder, von denen Celina, Johannes und Dominik bereits am ersten Schultag betreut wurden. Neben Bereichsleiter Thomas Kurz sind dies die psychologischen und heilpädagogischen Fachbetreuer Jürgen Rau und Doris Kleber sowie Gruppenleiterin Maria Schindler und Erzieherin Karina Maitschke. Hervorgehoben wurde auch die gute Zusammenarbeit zwischen den Trägern und dem Jugendamt unter Leitung von Alois Schröpf.
OB Seggewiß und Eibl gratulierten sich gegenseitig zum Erfolg. Der Rathauschef gab überdies bekannt, dass die Firma „Labora“ ab dem kommenden Spätherbst auch die „Armenspeisung“ durch die Aktion „Adventslicht“ übernehmen wird. Wie Storbeck erklärte, würden an Bedürftige im Sozialamt Essensgutscheine verteilt, die hier dann gegen eine warme Mahlzeit eingelöst werden könnten. „Wir hoffen, dass wir das dann über Stiftungs- und Spendengelder fortsetzen können.“
September 2009