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Selbsthilfegruppe
"Verwaiste Eltern"
Weiden und Region
Für Eltern, die um ein verstorbenes Kind trauern:
Die Selbsthilfegruppe „VERWAISTE ELTERN Weiden und Region“ lädt an jedem letzten Donnerstag im Monat um 19.30 Uhr zum Gesprächsabend ins Pfarrheim Herz Jesu in Weiden ein. Begleitet wird die Gruppe von Gemeindereferentin Christine Wittmann, die auch eine ausgebildete Trauerbegleiterin ist. Kommenkann jede/r, der ein Kind durch Fehlgeburt, Totgeburt, Frühtod, Krankheit, Unfall, Drogen, Suizid oder Gewaltverbrechen verloren hat – unabhängig von Alter, Geschlecht, Familienstand, Konfession und Wohnort.
Termine im Jahr 2010
29. Juli 26. August 30. September 28. Oktober 25. November Ökumenischer Gedenkgottesdienst
am 3. Adventssonntag
Es gibt junge Menschen bei uns und ältere,
manche sind schon sehr weit in ihrer Trauerverarbeitung,
andere aber fühlen Trauer und Schmerz so frisch
und so entsetzlich leidvoll,
dass wir uns hilflos fühlen und keine Hoffnung sehen.
Manche von uns haben zum Glauben gefunden
als einer lebendigen Kraftquelle,
andere suchen verzweifelt nach Antworten.
Manche von uns sind wütend,
erfüllt von Schuldgefühlen oder tiefer Depression,
andere strahlen inneren Frieden aus.
Welchen Schmerz auch immer wir einbringen:
Wir teilen diesen Schmerz
und sind darin verbunden,
so wie wir durch die Liebe
zu unseren Kindern verbunden sind.
Wir alle suchen und kämpfen um unsere Zukunft,
und wir wollen dies gemeinsam tun,
indem wir uns gegenseitig helfen,
indem wir Freude und Leid miteinander teilen:
die Wut und den Frieden,
den Glauben und die Zweifel.
Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg der Trauer.
Jede/r hat das Recht, seinen eigenen, individuellen Weg durch die Trauer und den Schmerz zu finden und zu gehen.
In unserer Selbsthilfegruppe sind alle Betroffene, so sind wir alle mehr oder weniger „Profis“.
• kann jede/r kommen, wie oft er/sie will. Trauernde können und dürfen selber entscheiden, was ihnen gut tut.
• entscheide ich selber ob ich reden will oder zuhören, ob ich mitgestalte oder einfach da bin,....
• gibt es kein festes Konzept. Wir entscheiden gemeinsam was uns wichtig ist und welche Themen uns bewegen
• sind Väter dabei und besonders herzlich willkommen. Bei uns muss Mann nicht stark sein!
• wollen wir nicht nur reden, sondern hin und wieder gemeinsam etwas tun ...
Weitere Informationen oder erste Kontaktaufnahme
ist unter folgenden Telefonnummern möglich:
Marianne und Winfried Hübner,
Speinshart, Tel. 0 96 45 - 10 10
Christine Wittmann
(Ehe-, Familien- und Lebensberaterin), Bechtsrieth bei Weiden Tel. 0961-4 56 19
mail: verwaiste-eltern-weiden@spitzacker.de
Christl Wünsch
Weiden, Tel. 0961-2 37 98
Gedenkgottesdienst für verstorbene Kinder am 3.Adventssonntag
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Bericht und Foto: Reinhard Kreuzer
Licht ins Dunkel
Gedenkgottesdienst für 42 verstorbene KinderWeiden. (kzr) Im Advent, wenn die meisten Menschen in Vorfreude auf Weihnachten ihre Vorbereitungen für ein schönes Familienfest treffen, wird es besonders schwer für jene, in deren Familie jemand fehlt. "Da kann sich unbeschwerte Freude nicht einstellen. Gerade in dieser Zeit suchen trauernde Familien die Nähe jener, die sie verstehen", sagte Christine Wittmann zu Beginn des ökumenischen Gedenkgottesdienstes in Herz Jesu für die Selbsthilfegruppe "Verwaiste Eltern". Die Angehörigen von 42 verstorbenen Kindern hatten sich eingefunden.
Kerzen wurden an den Altar gebracht. Jede Kerze steht für ein verstorbenes Kind, an das im Gottesdienst gedacht wurde. Mit jeder Kerze brachten die Gläubigen die Dunkelheit, die Trauer, den Schmerz zu den Stufen des Altars.
Bevor die Kerzen an der Osterkerze entzündet wurden, brachte Pfarrerin Edith Lang aus Windischeschenbach die Sehnsucht nach Hoffnung zum Ausdruck: „Bringt in das Dunkel ein Licht, in die Hoffnungslosigkeit einen Traum, in die Verzweiflung die Gewissheit und im Tod das Leben.“„Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht“ sang der Chor, und Dekan Andreas Uschold verlas aus der Bibel Trostworte des Propheten Jesaja. „Wir können das Leid nicht beenden, aber etwas von der der Hoffnungslosigkeit in der Kirche lassen, und etwas Wärme und Licht mit nach Hause nehmen.“
Viele der trauernden Familien folgten der Einladung der Selbsthilfegruppe „Verwaiste Eltern“ am Ende es Gottesdienstes, mit in das Pfarrheim zu kommen. Dort konnten bei Kaffee und Kuchen erste Kontakte mit der Gruppe geknüpft werden.