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Am Samstag, 11. Oktober 2008, war es wieder soweit.
Unser Stadtpfarrer lud alle Mitglieder der Pfarrgemeinderäte, der Kirchenverwaltungen und die Leiter bzw. Verantwortlichen der Sachausschüsse, Verbände und Gruppen zum Einkehrtag nach Pichlberg (seinem Geburts- und Heimatort) ein. Viele Aktive aus beiden Pfarreien (Herz-Jesu und St. Johannes) der Seelsorgeeinheit kamen gerne und nutzten den Tag Gewinn bringend als willkommene Auszeit vom Alltag und als Tag der Glaubensvertiefung.Nach dem Eintreffen in Pichlberg wurde in der wunderschönen Dorfkapelle zunächst Morgenandacht – Laudes – gefeiert. Kaplan Süß hatte hierzu Psalmen – Lieder und Gebete des Alten Testaments – ausgewählt und vorab kurz in die richtige Sprechweise von Psalmen eingeführt.
Während im vergangenen Jahr das zentrale Thema „Zur Quelle gehen“ lautete, stand heuer - im Paulusjahr - der Völkerapostel Paulus im Mittelpunkt. Zur Einstimmung wurde in einem interessanten Video das Leben und Wirken des Apostels in bunten Bildern von Originalschauplätzen vorgestellt. Die Wandlung vom gebildeten und gesetzestreuen Juden und Pharisäer zum leidenschaftlichen Anhänger von Jesus Christus, insbesondere aber seine vielen, beschwerlichen Missionsreisen und der intensive Kontakt mit den christlichen Gemeinden im Mittelmeerraum gaben Zeugnis von dieser faszinierenden und charismatischen Persönlichkeit.
Anschließend wurden in Gruppenarbeit verschiedene Briefe und Reden des heiligen Paulus studiert und analysiert und der Versuch unternommen, seine Aussagen in die heutige Zeit zu übertragen. Die Auseinandersetzung mit diesen alten Texten war spannend, anregend und überraschend zugleich: Die Worte von Paulus sind zeitlos gültig und können auch heute eine Quelle der Inspiration sein und zur Glaubensfindung beitragen.
Der Einkehrtag beinhaltete aber auch viel Zeit zur persönlichen Begegnung der Teilnehmer und zum Gespräch miteinander. Die „Frauen von Herz-Jesu“, insbesondere PGR-Sprecherin Frau Brigitte Raab, hatten wieder gut mit Kaffee und Kuchen vorgesorgt – getreu dem Motto „Keiner soll hungern und dürsten“. Zum gemeinsamen Mittagessen ging es in den Gasthof Lober in Burkhardsreuth. Ein Spaziergang zum Friedhof bzw. zur Pfarrkirche schloss sich an.Nach einer abschließenden Gesprächsrunde am Nachmittag wurde der Einkehrtag mit einem gemeinsamen Gottesdienst mit einfühlsamen Liedern und Gitarrenbegleitung in der Dorfkapelle beendet. Alle Teilnehmer erhielten als Souvenir ein „Trostpflaster“ mit ausgesuchten, Trost spendenden Zitaten aus den Briefen des Hl. Paulus.
Pfarrer Gerhard Pausch, Kaplan Christian Süß und Gemeindereferentin Christine Wittmann hatten den Einkehrtag thematisch bestens vorbereitet und organisiert. Als „Vergelt`s Gott“ der eingeladenen Gäste überreichte ihnen Frau Raab einen bayerischen Brotzeitkorb. Alles in allem war es wieder ein sehr schöner, Kraft spendender Tag.
Alois Schröpf, PGR-Sprecher St. Johannes